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Remindfully

In einer Welt, die ständig in Bewegung ist, immer lauter und schneller wird, in der die Menschen dauerhaft gefordert werden und deshalb schon mal die Pausen zum Atmen vergessen, ist Achtsamkeit ein wirkungsvolles Rezept gegen Dauerstress und kann unsere Einstellung langfristig zum Guten wenden.

Remindfully - Mit Achtsamkeit in kleinen Schritten die Welt verändern

Tim Hornung, Lena Ulsamer und Martin Rademacher haben deshalb Remindfully entwickelt – eine App, die ihren Nutzern mit regelmäßigen Achtsamkeitsimpulsen einen einfachen Einstieg in das komplexe Thema Achtsamkeit schafft. Alles, was man dazu benötigt, sind 10 Sekunden Zeit pro Tag und die Offenheit, etwas Neues zu lernen.

Problem

Das alltägliche Leben in unserer Gesellschaft wird oft von negativen Nachrichten und Gefühlen bestimmt. Das Gute wird immer schwerer wahrzunehmen. Zusätzlich zeigen zahlreiche Studien die gesundheitlichen Auswirkungen von psychischen Belastungen wie Stress und Angst – sowohl im Berufs- als auch Privatleben.

Lösung

Remindfully bewegt seine Nutzer auf einer täglichen Basis zu mehr positiven Gefühlen, Humor, Selbstreflexion, Toleranz und Mitgefühl gegenüber Mitmenschen und sich selbst. Über die Smartphone-App erhalten Nutzer bis zu einmal pro Tag eine Push-Benachrichtigung, die zu den genannten Themen anregt. Ein solcher Hinweis enthält im ersten Schritt zum Beispiel eine Frage wie “Welche Farbe beschreibt deine aktuelle Stimmung?”. Die Bearbeitung des Hinweises dauert lediglich zehn Sekunden und kann unabhängig von der jeweiligen Umgebung direkt umgesetzt werden. Ein Erklärtet – welcher gelesen oder angehört werden kann – erläutert im zweiten Schritt den Hintergrund und die Wirkungsweise des Achtsamkeitsimpulses. Die Häufigkeit der Benachrichtigungen sowie der Zeitraum ihres Versands können dabei von Nutzern selbst festgelegt werden.

Kunde

Prinzipiell kann jede Person die App nutzen, die ein Smartphone besitzt und Offenheit sowie Eigenverantwortung mitbringt oder diese erlernen möchte. Im Kern richtet sich Remindfully an Männer und Frauen im Alter von 21 – 35 Jahren, die bereits Interesse an einem achtsamen und bewussten Lebensstil haben. Jedoch stellte sich seit dem Launch schnell heraus, dass auch gerade Männer und Frauen über 45 Jahren großes Interesse an Remindfully haben und deshalb ein weiteres Kundensegment darstellen. Die Nutzer müssen das, was sie lesen, bewusst lesen, wahrnehmen und ehrlich in sich gehen und reflektieren. Es stellt sich immer klarer heraus, dass das Alter und das Geschlecht dabei weniger eine Rolle spielen, sondern viel mehr die Bereitschaft, aus negativen Gewohnheiten auszubrechen.

 

Remindfully ist als Smartphone App verfügbar und bietet die Auswahl verschiedener Abo-Modelle an: Nutzer können sich zwischen einem Monatsabo für 1,49€, einem Jahresabo für 11,99€ und einem Lifetime Abo für 29,99€ entscheiden. Die App ist sowohl im B2C Markt als auch für Unternehmen verfügbar. Im B2B Markt wird die App von Firmen ihren Arbeitgeber:innen zur Verfügung gestellt und durch Online Business Yoga und Meditationen ergänzt. Die regelmäßigen Achtsamkeitshinweise heben Remindfully von dessen Konkurrenz ab. Bei einem Blick auf vergleichbare Apps fällt auf, dass auf dem Markt zwei Arten vorherrschen: 1) Apps, die hochwertige und nützliche Hinweise versenden, welche sich nach wenigen Tagen bis Wochen allerdings immer wiederholen. 2) Apps, die lediglich Zitate oder Sprüche versenden, die man sich binnen weniger Momente im Internet auch selbst zusammensuchen könnte und deshalb kaum Mehrwert schaffen. Bei Remindfully arbeiten 3 Mitarbeitende ausschließlich an der Entwicklung der Hinweise. Das Startup legt seinen Fokus auf hochwertige und menschennahe Denkanstöße, deren Inhalte aus Alltagssituationen und persönlichen Erfahrungen stammen. Dieser Punkt führt dazu, dass sich viele Personen in den Inhalten wiederfinden und sie deshalb gut reflektieren können.
Eine der größten Herausforderungen bei der Gründung war es zu Beginn, das Team richtig aufzustellen, was letztendlich aber doch sehr schnell und gut funktionierte. Da für die Realisierung der App technisches Know-how im Bereich der Softwareentwicklung notwendig war, entstand der Kontakt zu Martin Rademacher. Dieser hat zuvor bereits eine Kindermeditations-App entwickelt und bereichert heute das Gründer:innen-Team von Remindfully.

Eine weitere Herausforderung stellt das langfristige Auftreiben finanzieller Mittel dar. Das Team finanziert sich bislang vollständig aus eigener Tasche, da einerseits nicht alle Mitglieder des Teams die Voraussetzungen für ein Stipendium erfüllten und sie sich andererseits von Beginn an gegen Investoren als Geldgeber entschieden, um das Ruder nicht in die Hand von Personen zu geben, die die Gewinnmaximierung als primäres Ziel verfolgen. Das Gründer:innen-Team von Remindfully möchte die Menschen dafür sensibilisieren, wie wertvoll Ehrlichkeit und offene Kommunikation sind. Diese Werte kommen in unserer Gesellschaft oft zu kurz, obwohl sie uns so weit nach vorne bringen können. Das eigenverantwortliche Verhalten sich, der Welt und der Gesellschaft gegenüber spielt eine ebenso wichtige Rolle, wie die Toleranz für unterschiedliche Sichtweisen und Vorlieben und müssen von den Menschen mehr verinnerlicht werden. Für diese Herausforderungen sieht sich Remindfully in Zukunft als ein Unternehmen, dass beim gesellschaftlichen Wandel einen wichtigen Part übernimmt und diesen vorantreibt. Weiterhin möchte das Team hinter Remindfully einen “Traum-Arbeitsplatz” schaffen, an den die Mitarbeitende gerne gehen, Spaß bei der Arbeit haben, Remindfully mit Freude weiterentwickeln, eine coole Location sowie gutes Essen bekommen und die Möglichkeit haben, sich selbst zu verwirklichen. Remindfully möchte seinen Teil dazu beitragen, eine gute und ehrliche Gemeinschaft zu schaffen.

Das Gründer:innen-Team von Remindfully gibt anderen jungen Startup-Gründern folgendes mit auf den Weg:
„Probiert Ideen aus, die euch begeistern und lernt, euer Bauchgefühl richtig zu interpretieren.“ Tim Hornung – einer der drei Gründer von Remindfully – berichtet, dass er zwei seiner zuvor gestarteten Projekte beendete, weil er irgendwann merkte, dass etwas nicht passte. Er ergänzt: „Man muss allerdings lernen zu unterscheiden, ob man die Lust verliert, weil der Erfolg ausbleibt, oder weil das Projekt oder das Team einfach nicht passt oder man sich persönlich verändert.“

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In unserem Leitfaden für angehende Unternehmer führen wir Dich strukturiert durch die wichtigsten Gründungsschritte. Auf wenigen Seiten komprimiert erfährst Du hier alles, worauf es in den ersten Wochen ankommt. Worauf wartest Du noch?

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