“Chiara, was waren die größten Herausforderungen, die sich dir im Bezug auf die Gründung gestellt haben?”
Als ich damals mit meinem Wissen anderen helfen wollte, war es mir wichtig nicht selbst vor der Kamera zu stehen. Mich als Persönlichkeit zu zeigen fiel mir schwer. Doch mit der Zeit, als ich gemerkt habe, wie vielen Frauen ich helfen kann, wie vielen ich dabei geholfen habe das Leben zu verändern und wie groß das alles wird, wurde mir klar, dass der Schritt kommen musste mich nach außen hin zu öffnen. Dieser Schritt, mich selbst als Brand zu präsentieren, mich nach Außen zu öffnen und mir selbst zu sagen, dass ich echt was auf dem Kasten habe, war dabei anfangs eine große Herausforderung. Mit dem Wachstum der zu betreuenden Klientinnen und den anstehenden Aufgaben wurde deutlich, dass ich mein Business nicht mehr alleine stemmen kann. Anfangs ging das als Selbstständige noch. Ich habe mich durch die ganzen Themen wie Social-Media-Marketing, Webdesign, Video Editing, Sales und Podcastproduktion reingefuchst und mich selbst darum gekümmert. Doch durch die Transformation von der Selbstständigkeit in ein Unternehmen wurde mir klar, dass ich meine Zeit auf andere Dinge fokussieren muss. Ich musste anfangen Aufgaben abzugeben, die ich jahrelang selbst gemacht hatte. Mir ist persönlich immer wichtig, dass die Sachen, egal ob Postings, Podcastfolgen oder die Gespräche mit meinen Klientinnen; mit der besten Qualität erledigt wurden. Dementsprechend fiel es mir auch anfangs schwer diese Aufgaben abzugeben, da ich Angst hatte, dass meine persönlichen Standards nicht erreicht werden.
Aber mir war auch klar: Alles alleine machen funktioniert nur in der Selbstständigkeit. Als Unternehmerin klappt dieses denken nicht mehr.
Und so durfte ich lernen zu vertrauen, wichtige Aufgaben abzugeben und dann zu erkennen, wie verdammt geil auch andere diese Aufgaben erledigen. Zusammengefasst durfte ich lernen mein eigenes Ego hinten anzustellen und zu begreifen, dass es als Unternehmerin darum geht, andere innerhalb des Unternehmens groß zu machen, ihnen den Raum zu geben sich weiter zu entwickeln und mich auch selbst immer weiter zu entwickeln.
“Wo siehst du dich in 5 Jahren?”
Um ehrlich zu sein: “I have no Idea!” Mir ist über die letzten Jahre so klar geworden, dass ich heute mehr erreicht habe und ein viel erfüllteres Leben führe, als ich es vor 3–4 Jahren hätte erträumen können. Dementsprechend weiß ich nicht was in 5 Jahren sein wird. Mir ist klar geworden, dass ich imstande bin, mehr zu erreichen, als ich mir jetzt vorstellen kann. Dementsprechend habe ich noch keine Idee was in 5 Jahren sein wird.